{"id":4665,"date":"2022-02-18T01:21:30","date_gmt":"2022-02-18T00:21:30","guid":{"rendered":"http:\/\/jzwickel.my-new.blog\/?p=4665"},"modified":"2022-02-25T16:30:23","modified_gmt":"2022-02-25T15:30:23","slug":"mehr-leben-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/juergenzwickel.com\/?p=4665","title":{"rendered":"Mehr Leben &#8211; nicht mehr sondern bedeutsames zeigen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Es lag etwas Spannendes und Au\u00dfergew\u00f6hnliches in der Luft. Tolle Tricks und verbl\u00fcffende \u00dcberraschungen sollten diesen Abend zu einem ganz besonderen Abend machen. Und dann war es so weit. Die B\u00fchne geh\u00f6rte dem Jongleur. Mit viel K\u00f6rpereinsatz, gro\u00dfen Gesten und viel Aktivit\u00e4t reihte er Kunstst\u00fcck an Kunstst\u00fcck. Nummer an Nummer. Es war ein regelrechtes Feuerwerk, das er da abbrannte. Doch im Raum blieb die Atmosph\u00e4re irgendwie ged\u00e4mpft. Das Publikum war zwar dabei und staunte, doch so richtig sprang der Funke nicht \u00fcber. Irgendetwas lie\u00df eine Distanz zwischen dem Publikum und dem Jongleur entstehen. Obwohl dieser Mann handwerklich wirklich gut ist. Er hat viele Kunstst\u00fccke auf Lager.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe den Eindruck, dass er mit diesen vielen Nummern &#8211; und noch mehr Nummern &#8211; das Publikum begeistern und f\u00fcr sich gewinnen will. Doch geht es denn \u00fcberhaupt immer um das &#8222;mehr&#8220;? Geht es nicht vielmehr um das Bedeutsame? Um das Bemerkenswerte? Um die eine Sache, das, was man sich wirklich merkt und an das man sich sehr gerne zur\u00fcckerinnert?<\/p>\n\n\n\n<p>Wir alle sitzen mal dem Irrglauben auf, dass wir meinen, Bedeutsames oder Bemerkenswertes zu tun, indem wir mehr machen. Es gibt uns dieses gute Gef\u00fchl, etwas geleistet zu haben. Das Restaurant w\u00e4hlt &#8222;mehr statt Bedeutsames&#8220;, wenn es die Karte um das 15. Men\u00fc erweitert. Statt sich zu \u00fcberlegen, wie man die Steaks so genial und so begeistert zubereiten kann, dass Menschen quer durch den Landkreis fahren, um genau diese Steaks zu essen.<\/p>\n\n\n\n<p>Statt Nummer an Nummer aneinanderzureihen, h\u00e4tte sich der Jongleur \u00fcberlegen k\u00f6nnen, wie er mit einem einzigen Kunstst\u00fcck dem Staunen des Publikums keinen Einhalt mehr geboten h\u00e4tte. Die eine Sache, die das Publikum f\u00fcr immer im Ged\u00e4chtnis behalten h\u00e4tte.<\/p>\n\n\n\n<p>Frage dich: &#8222;Welche Dinge sind es wirklich wert, getan zu werden?&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Engagiere dich dann so, als w\u00e4re dieser eine Moment vor genau diesen Menschen der wichtigste Moment in deinem beruflichen oder privaten Leben. Denn die Menschen bezahlen in erster Linie nicht f\u00fcr das, was wir machen, sondern daf\u00fcr, wie wir es machen. Sie bezahlten f\u00fcr unsere Leidenschaft, Begeisterung und Hingabe.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Was ist die eine Sache, die sich andere bei dir merken?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Was ist die eine Sache, mit denen du anderen Menschen etwas ganz Besonderes gibst?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Was ist die eine Sache, f\u00fcr die es sich lohnt, dass du dich mit vollem Herzen engagierst?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Was willst du hinterlassen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Das sind die wichtigsten Schl\u00fcsselfragen, die wir uns stellen m\u00fcssen, um an unser Verm\u00e4chtnis zu kommen. Sie lassen sich vermutlich nicht von jetzt auf gleich beantworten. Und das ist auch gut so, denn sonst w\u00fcrde man sie wahrscheinlich zu oberfl\u00e4chlich beantworten.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Fragen gehen tiefer. Diese Fragen sorgen daf\u00fcr, dass wir zu unserem wahren Kern gelangen, an unsere wahren Sch\u00e4tze.<\/p>\n\n\n\n<p>Wei\u00dft du, woher das Wort &#8222;Inspiration&#8220; stammt? Es stammt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie: der Seele Leben einhauchen. Ohne eine lebendige Seele ist alles nichts. Deshalb ist es so wichtig, dass wir unsere Antworten auf die Schl\u00fcsselfragen des Lebens finden.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Was w\u00fcrden Sie tun, wenn eine Fee k\u00e4me und Sie h\u00e4tten drei W\u00fcnsche frei?&#8220;, fragte der Journalist in einem Interview, das ich k\u00fcrzlich gelesen hatte, einen Unternehmer. Der Unternehmer gab eine fantastische Antwort: &#8222;Ich w\u00fcrde sage, sie soll sich einen anderen Trottel suchen. Denn die Erf\u00fcllung von W\u00fcnschen beruht immer auf einer Arbeit mit Freude und Erf\u00fcllung.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Franz von Assisi wurde einmal gefragt: &#8222;Wenn du w\u00fcsstest, dass du heute Abend sterben w\u00fcrdest, was w\u00fcrdest du dann tun?&#8220; Franz von Assisi war gerade dabei, die Wiese zu m\u00e4hen. Ohne von seiner Arbeit aufzusehen, antwortete er: &#8220; Ich w\u00fcrde weiter arbeiten.&#8220; Wieder eine gro\u00dfartige Antwort. Er w\u00fcrde nichts anders machen. Er w\u00fcrde auch nicht schneller m\u00e4hen. Er w\u00fcrde auch nicht fertig m\u00e4hen. Er w\u00fcrde weiter m\u00e4hen. Weil er liebte, was er tat.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch der Schriftsteller Khalil Gibran bringt es in seinem Werk &#8222;Der Prophet&#8220; auf den Punkt, wenn er sagt: &#8222;Arbeit ist sichtbar gemachte Liebe. Das hei\u00dft, allen Dingen, die ihr macht, einen Hauch des Geistes einzufl\u00f6\u00dfen. Denn wenn ihr nicht mit Liebe arbeitet, sondern nur mit Widerwillen arbeiten k\u00f6nnt, lasst besser eure Arbeit und setzt euch an das Tor des Tempels und nehmt Almosen von denen, die mit Freude arbeiten.&#8220; (aus: &#8222;Der Prophet&#8220;, dtv Verlagsgesellschaft, 6. Auflage 2004)<\/p>\n\n\n\n<p>Entdecke in Dir, was m\u00f6glich ist!<br>Dein J\u00fcrgen Zwickel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es lag etwas Spannendes und Au\u00dfergew\u00f6hnliches in der Luft. Tolle Tricks und verbl\u00fcffende \u00dcberraschungen sollten diesen Abend zu einem ganz besonderen Abend machen. Und dann war es so weit. Die B\u00fchne geh\u00f6rte dem Jongleur. Mit viel K\u00f6rpereinsatz, gro\u00dfen Gesten und viel Aktivit\u00e4t reihte er Kunstst\u00fcck an Kunstst\u00fcck. Nummer an Nummer. Es war ein regelrechtes Feuerwerk, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":6168,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[8],"class_list":["post-4665","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-blogartkel","tag-tag-1"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/juergenzwickel.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4665","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/juergenzwickel.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/juergenzwickel.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/juergenzwickel.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/juergenzwickel.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4665"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/juergenzwickel.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4665\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6167,"href":"https:\/\/juergenzwickel.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4665\/revisions\/6167"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/juergenzwickel.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/6168"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/juergenzwickel.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4665"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/juergenzwickel.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4665"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/juergenzwickel.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4665"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}